2016 - Mehrtagesfahrt ins Waldviertel und nach Cesky Krumlov

Unser Ausflug hätte auch unter dem Thema:  "Mohn"  &  "Moor"  stehen können, aber wir haben uns dann doch für einen Abstecher nach Südböhmen entschieden.

(die Begriffe: Mohn und Moor sind mit entsprechenden Informationen verlinkt)

Freitag, 08. Juli 2016

Unser Vereinsausflug ins Waldviertel nach Zwettl sollte uns eigentlich über die Autobahn Regensburg - Passau - Wels - Linz und dann weiter nach Sprögnitz führen, wo um 11.00 Uhr eine Führung bei der Firma SONNENTOR geplant war. Ein schwerer Unfall auf der Autobahn zwischen Knoten Ried und Haag mit Vollsperrung hat dies allerdings verhindert, denn wir kamen erst kurz vor 12.00 Uhr in Sprögnitz an.

Unsere Mittagspause im angegliederten "Bio-Gasthaus Leibspeis" war jedoch gesichert und dem anschließenden Besuch im Sonnentor-Verkaufsshop  stand auch nichts im Weg.

Um ca. 14.00 Uhr fuhren wir weiter zum Zisterzienser-Stift Zwettl, wo wir zu einer Führung erwartet wurden. Der Klosterbau liegt typisch für eine Zisterze am Talboden und wurde in einer Flusssschleife des Kamp errichtet. Dieses Kulturdenkmal des Waldviertels erstrahlt nach seiner Generalsanierung wieder in neuem Glanz.

Eingebettet in die Architektur versteckt sich im Stift Zwettl die historische Gartenlandschaft mit dem repräsentativen Prälatengarten und seinem Café im Sommerstöckl, sowie den beiden Orangerien, den Terrassengärten an der Südseite und dem Abtei- und Lindenhof.

Um ca. 17.00 Uhr ging es dann zum gebuchten Hotel - der Ruhe-, Genuss- und Wellness-Oase Hotel Schwarz-Alm, südlich von Zwettl.

Kräuterdorf
Sonnentor Betriebsführung - Einladung ins Kräterdorf Sprögnitz
Plakat mit Bild von Hannes Gutmann und Sonnentor-Logo
Willkommengruß am Eingang zu Shop und Info-Center
Logo hinter verschiedenen Bioprodukten
LOGO SONNENTOR NATURKOST
Verkaufstheke und Regale im Sonnentor-Shop
Verkaufsraum im Sonnentor-Shop - hier gibt es viele, viele Köstlichkeiten

Viele weitere Informationen in der Sonnentor-Homepage.

OB IM DEZEMBER

ODER MÄRZEN -

WIR SIND BIO,

AUS VOLLEM HERZEN.

Ein Mann in Lederhosen
Hannes Gutmann - Gründer von Sonnentor

Hannes war schon leiden-schaftlicher Bio-Verfechter, als es das Wort "Bio" noch gar nicht gab. Seine Idee, regionale Bioprodukte unter einem Dach der lachenden Sonne - einem alten Waldviertler Sympol - zu vertreiben, wurde 1988 als "Schnapsidee" belächelt.

Also zog der 23-jährige als Einmann-Unternehmen mit seinen Kräutern von Bauern- markt zu Bauernmarkt, und wurde bald "zum bunten Hund".  Neben den erstklassi- gen Bio-Produkten halfen ihm seine Markenzeichen - eine alte Lederhose und die runde rote Brille - beim Durchbruch:

Vom Spinner

zum Gewinner.

Aus der Einmann-Firma wurde ein Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern und schon lange gibt es  nicht nur Kräuter und Gewürze, sondern auch andere Köstlichkeiten: Kaffee, Tee, Kakao und feine Nascher- eisen - momentan um die 900 Produkte. Alles Bio? Ja, alles!!

 



Eingang zum Vorhof der Stiftskirche
Stift Zwettl, Eingang zum Prälatenhof

Von Uoaei1 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

Westfassade der Stiftskirche Zwettl
Westfassade der Stiftskirche Zwettl

Von Uoaei1 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

Innenraum der Stiftskirche Zwettl
Innenraum der Stiftskirche Zwettl

Von Uoaei1 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0


Der Kreuzgang im Stift Zwettl
Kreuzgang Stift Zwettl, Foto: Hochauer, CC BY-SA 2.0
Kreuzganggarten im Kloster Zwettl
Kreuzganggarten im Kloster Zwettl
Gartenanlage im Kloszter Zwettl
Gartenanlage im Kloszter Zwettl

Samstag, 09. Juli 2016

Nach einem ausgiebigen Frühstück trafen wir uns mit einer örtlichen Reiseleitung in Zwettl und lernten bei einem Stadtspaziergang die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einiges zur Geschichte der Stadt kennen.

Im Anschluss fuhren wir weiter nach Schiltern, wo zwei Gärten das nächste Ziel waren.

Im   ARCHE NOAH  Schaugarten   wird Altes mit Neuem verbunden. Was verantwortungs-bewusste Gärtner und Bauern seit Jahrhunderten kultivierten, findet in den Anlagen dieses engagierten Vereins ein neues Zuhause. Fast verloren gegangene Kulturpflanzen werden hier wieder lebendig. In einer über einstündigen Führung werden wir über die Vielfalt und Eigen-schaften gefährdeter Gemüse-, Obst - und Getreidesorten informiert, lernen aber auch Exotisches aus aller Welt kennen, wie z.B. den Knollziest, die Erdmandel oder Melothria kennen. Wer möchte kann auch besonderes Saatgut einkaufen.

Die nächste Station sind die KITTENBERGER Erlebnisgärten. Hier erleben wir Gartenfeeling vom Feinsten - ein Meer von Lavendel - die schönsten Kompositionen von blühenden Stauden und Sommerblumen, die weltgrößte Kräuterspirale und vieles andere mehr.

Nach einer Mittagspause im Gartenrestaurant Glas.Haus erkunden wir über 40 verschiedene Themengärten, bevor es zum letzten Reiseziel des Tages weitergeht - wir fahren zu einem alten Erbeinödhof, dem Waldviertler Mohnhof der Familie Greßl.

Seit gut 20 Jahren erzeugt die Familie Greßl kaltgepresste, hochwertigste Speiseöle aus den Mohnvarietäten: Grau-, Blau- und Weißmohn. "Mohn erleben mit allen Sinnen" ist das Motto der Führung durch diesem bäuerlichen Familienbetrieb. Im Hofladen konnte dann jeder nach Herzenslust und Gusto die verschiedensten Mohnprodukte einkaufen.

Um ca. 18.30 Uhr waren wir wieder im Hotel. Es war ein rundum gelungener Tag !!


Am Marktplatz von Zwettl steht das Rathaus.
Rathaus Zwettl, Foto: Andreas Pöschek, CC BY 2.0 at
Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Marktplatz in Zwettl
Dreifaltigkeitssäule, Zwettl Foto: Helmuth Furch, Gemeinfrei

Der Hundertwasserbrunnen ziert dden Marktplatz in Zwettl
Hundertwasserbrunn in Zwettl, Foto: Binder, Gemeinfrei, aus Wikipedia nach Commons übertragen durch Man77

ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern/NÖ
ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern/NÖ
ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern/NÖ
ARCHE NOAH Schaugarten in Schiltern/NÖ


Kittenberger, Toskanagarten
Kittenberger, Toskanagarten
Kittenberger, Blumengarten
Kittenberger, Blumengarten
Kittenberger, Die weltgrößte Kräuterspirale
Kittenberger, Die weltgrößte Kräuterspirale
Die Gartenarena bei den Schaugärten Kittenberger
Kittenberger, Gartenarena



Ein Besuch, der sich lohnt. Wir waren sehr zufrieden und können einen Besuch nur empfehlen.



Sonntag, 10.07.2016

Und dann hieß es schon wieder  >>  Kofferpacken, Frühstücken  -  Abfahrt  08:30 Uhr.

Wir fahren über Zwettl nach Gmünd, Naturschutzgebiete mit weitläufigen Hochmooren, die sich auch auf de tschechischen Seite fortsetzen, säumen unseren Weg. Es ist ein grenzüber-schreitendes "Ramsar"-Gebiet, zu dem auf österreichischer Seite sechs Moore bzw. Moor- komplexe gehören und im Nachbarland das Teichgebiet Trebon und  das Moorgebiet Trebon.

Zeitlich haben wir es leider nicht geschafft, das Thema "Moor" in unsere Bildungsreise aufzunehmen. Auf den folgenden Fotos, sieht man, was wir versäumt haben. Die Begriffe: "Naturschutzgebiete" - "Ramsar" und  "Moor"  sind so verlinkt, dass jeder, den es interessiert, weitergehende Informationen auf den entsprechenden Webseiten bekommt.

Gewaltige Granitsteine sieht man in dem Natutschutzgebiet Blockheide bei Gmünd in Niederösterreich
Blockheide bei Gmünd - Foto von: Mühlstein, Vinzenz (selbst fotografiert) - Gemeinfrei
Dieser Teich im Naturschutzgebiet Blockheide wurde künstlich angelegt.
Teich im Naturpark Blockheide - Von Karl Gruber - Eigenes Werk - CC BY 2.5
Pfad durch die Moorlandschaft bei Heidenreichstein
Naturpark Heidenreichsteiner Moor, Foto: POV
Wollgras im Naturpark Heidenreichsteiner Moor
Naturpark Heidenreichsteiner Moor - Prügelsteg zur Wollgrasreife

Das Weltkulturerbe: Cesky Krumlov - Krumau an der Moldau

Ab dem Grenzübergang bei Gmünd geht es über enge Straßen zunächst nach Zár und dann über Trové Svingy weiter nach  Cesky Krumlov, der "Perle des Böhmerwaldes".

Dort werden wir von einem örtlichen Reiseleiter erwartet, der uns das UNESCO- Weltkultur- erbe erläutert und uns den Schloß- und Burgkomplex, sowie die historische Altstadt mit der St. Veitskirche zeigt. Wir schlendern durch schmale, verwinkelte Gassen und lassen uns vom Charme kleiner Galarien und Geschäfte beeindrucken. Das Ensemble von über 300 histori- schen Häusern ist beeindruckend. Drei mächtige Herrschergeschlechter, die Rosenberger, die Eggenberger und zuletzt die Schwarzenberger haben Burg und Stadt geprägt. Krumau verbindet Gotik, Renaissance, Barock und Rokoko.

Blick auf Schloss, Moldau und Altstadt -         Von Pudelek (Martin Szala) - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0
Blick auf Schloss, Moldau und Altstadt - Von Pudelek (Martin Szala) - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0
Schloss Krummau über der Moldau
Blick vom Schloss auf die Moldau - Von Mihael Grmek - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0
Die Altstadt von Krummau vom Schloss aus gesehen
Panoramablick über die Altstadt von Krumau an der Moldau - Von Moebius1 - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0
Dreistöckige Verbindungsbrüche zwischen Burg und Schloss Krumau an der Moldau
Die Mantelbrücke - Verbindung der Schlossteile - Foto: H.Maurer
Gebäudeteil im Schloss Krumau
Im Schlosshof - Sgraffitimalerei - Foto: H.Maurer
Blick vom Turm in den Renaissancehof von Schloss Krumau
Renaissancehof - Foto: P. Diem
Blick auf den Turm von Schloss Krumau
cesky-krumlov-115834 von Honza Cech (pixabay)
Altstadtstraße in Krumau an der Moldau
Straße in der Altstadt von Krumau an der Moldau - Von Mihael Grmek - Eigenes Werk - CC BY-SA 3.0

Krumau liegt an der Moldau - Blick auf den Fluß.
Die Moldauschleife in Krumau - Foto: czech-republic-991650_1920.jpg von "Richgold" über pixabay bereitgestellt

Im Anschluß an die Führung haben wir in einem landestypischen Restaurant noch gemeinsam zu Mittag gegessen, bevor es wieder Richtung Heimat ging. Über die Bundesstraße B 39, vorbei am Lipno-See (Moldau-Stausee) nach Phillipsreuth. Von dort haben wir noch ca. 220 km bis Vohburg  -  vorher aber ein letzter "Einkehrschwung" - Abendessen im Landgasthof Perzl in Lohstadt. Kurz nach 21.00 Uhr sind wir wieder Zuhause.

Das geschnürte Gesamtpaket hat alle Erwartungen erfüllt. Es waren erlebnisreiche Tage im Waldviertel und Krumau ist einfach sehenswert.


Weiterführende Informationen und Hintergrundwissen finden Sie hier: